Vom Mühlstein zum Auto...

Gründung.

Anfang der zwanziger Jahre steht in Andernach, nahe dem Rheinufer und dem alten Krahnen, eine Steinmetzwerkstatt, die zugleich Umschlagplatz für Mühlsteine ist. 1924 gründet Karl Breisig, beginnend mit einer Zylinderschleiferei und einer Werkstatt, auf diesem Gelände einen Kraftfahrzeugbetrieb. Das Datum markiert den Anfang der Partnerschaft zwischen der damaligen Daimler-Benz AG und Karl Breisig Motorfahrzeuge

30er/40er Jahre.

Durch eine zügig fortschreitende Motorisierung sowie den Weitblick seines Gründers, entwickelt sich das kleine Familienunternehmen rasch zu einer namhaften Vertretung der Daimler-Benz AG am Mittelrhein.

Der Krieg und seine Folgen, verbunden mit der Belagerung von Werkstatteilen durch die französische Besatzung sowie eine äußerst schwierige Ersatzteilbeschaffung, beeinträchtigen die Entwicklung, können sie aber nicht unterbrechen.

50er/60er Jahre.

Die stürmische Entwicklung in der Baubranche sowie die Hochkonjunktur in der Bimsindustrie, in der Pellenz und im Neuwieder Becken, machen 1950 und 1952 eine umfangreiche Werkstatt-Erweiterung in Andernach notwendig.

1960 beschäftigt Karl Breisig Motorfahrzeuge bereits über 100 Mitarbeiter.

Die weitere Firmenexpansion erfordert eine Betriebsaufgliederung. 1962 entsteht der Zweigbetrieb in Mayen mit 50 neuen Arbeitsplätzen.

1963 überträgt der Firmengründer Karl Breisig seinem Schwiegersohn Franz Jolas die Geschäfte, der traditionsbewußt und dynamisch das Lebenswerk fortführt. Er verbindet die Tradition des Familienbetriebs mit moderner Großbetriebsorganisation. Unter der Federführung des neuen Firmeninhabers sollten bald neue Zweigbetriebe entstehen.

Andernach bleibt Stammsitz des Unternehmens. Die Stadt Andernach leistet bei ihrer Grundstückspolitik einen wichtigen Beitrag zu der Entscheidung, daß Karl Breisig Motorfahrzeuge in der Bäckerjungenstadt zukunftsweisende Investitionen tätigen kann.

1967 erfolgt die Erneuerung der LKW-Werkstatt in Andernach.

70er Jahre.

1972 erfolgt in Andernach der Bau einer Tiefgarage sowie die Errichtung eines eigenen Lackierzentrums.

1973 wird durch die Errichtung eines weiteren Betriebes in Sinzig die Mercedes-Benz-Nachfrage im Ahrgebiet abgedeckt.

1973 ändert sich der ursprüngliche Firmenname „Karl Breisig Motorfahrzeuge“ in „Kraftfahrzeugbetriebe Mittelrhein“. Mit dieser Namensänderung tritt zum ersten Mal die Abkürzung KBM auf. KBM übernimmt im gleichen Jahr die Vertretung der Daimler-Benz AG für den Raum Neuwied Stadt, Land und den Westerwald und eröffnet in Neuwied einen neuen Betrieb. Zunächst wird der Reparaturbetrieb der Firma Josef Breisig angemietet, um dem umfangreichen Leistungsangebot der Daimler-Benz AG auf dem Reparatursektor zu entsprechen. Aufgrund der Reparaturentwicklung, insbesondere im LKW-Sektor, erweist sich der Betrieb im Stadtgebiet rasch als ungünstig. Mit der Übernahme dieses Verkaufsgebiets wird KBM zu einem der branchengrößten Betriebe am Mittelrhein.

1974 entsteht im Stammhaus in Andernach ein Bremsenprüfstand, eine Autowaschanlage und nach weiterem Grundstückskauf wird das zentrale Verwaltungsgebäude gebaut.

Seit 1977 können in allen KBM-Betrieben die Kunden ihre Fahrzeuge regelmäßig durch die freiwillige Kraftfahrzeugüberwachung des TÜV Rheinland technisch abnehmen lassen.

1979 werden bereits 2.000 Fahrzeuge verkauft, rund zwei Drittel davon sind Nutzfahrzeuge vom Kleintransporter bis hin zum großvolumigen Mehrachser.

1980 erfolgt der Umzug aus dem angemieteten Betrieb im Stadtkern Neuwieds in einen eigenen Neubau im Industriegebiet.

Im gleichen Jahr wird die 100-Millionen-Mark-Umsatzgrenze erreicht, KBM zählt damit zu den fünf größten selbständigen Vertragspartnern der Daimler-Benz AG in der Bundesrepublik Deutschland. 260 Mitarbeiter, davon 45 Auszubildende, sind bei KBM beschäftigt.

80er Jahre.

Eine neue Großcomputeranlage wickelt ab 1983 die gesamte Betriebsorganisation ab.

1984 erfolgt mit der umfangreichsten Investitionsmaßnahme der Firmengeschichte der Umbau des Betriebes in Andernach. Das neue Verkaufshaus für Neuwagen erstreckt sich über zwei Ebenen und hat eine Größe von 1.200 qm. Zusätzlich entsteht auf einer Fläche von 2.200 qm eine Gebrauchtwagenausstellung. Durch die Zusammenführung des gesamten Gebrauchtwagen-Angebots aus den KBM-Betrieben Andernach, Mayen, Sinzig und Neuwied wird hier eine der umfangreichsten Gebrauchtwagen-Ausstellungen am Mittelrhein ins Leben gerufen.

Trotz der aktuell schwierigen Ausbildungsplatzsituation finden 1985 insgesamt 20 neue Jugendliche bei KBM einen Ausbildungsplatz in den Ausbildungsberufen Bürokaufmann, Großhandelskaufmann, Einzelhandelskaufmann, Kfz-Mechaniker, Kfz-Elektriker, Lackierer und Tankwart. Insgesamt stehen in den Betrieben über 50 Jugendliche in der Ausbildung.

1986 wird für 7 Millionen DM in Bad Neuenahr-Ahrweiler Betrieb Nr. 5 eröffnet. Durch seinen gelungenen architektonisch-ästhetischen Stil hat er Modellcharakter für viele Mercedes-Benz-Niederlassungen in der Zukunft.

1988 wird der KBM-Standort Bad Neuenahr-Ahrweiler vom TÜV Rheinland als umweltbewußter Betrieb ausgezeichnet und nimmt damit als erster im Kreis Ahrweiler diese Auszeichnung entgegen.

90er Jahre.

1992 erwirbt die KBM das Gebäude eines ehemaligen Büroausstatters in einer verkehrsgünstigen Lage im Industriegebiet von Neuwied. Unter dem Namen „KBM Autopark“ entsteht im gleichen Jahr vor dem Gebäude eine Ausstellungsfläche für Gebrauchtwagen, welche mit Grünanlagen aufgelockert ist und ausreichend Platz für PKW, LKW und Transporter bietet. Mit dem Bau des neuen Betriebes werden neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen.

KBM beschäftigt bereits über 250 Mitarbeiter, die sich um das Wohl der Kunden bemühen. Täglich werden in den gesamten KBM-Betrieben rund 110 Fahrzeuge repariert.

1994 erhält der Mitarbeiter Peter Elz für seine 50 jährige Betriebszugehörigkeit die Ehrennadel des Landes verliehen. Der Kfz-Schlosser hat den Aufbau der automobilen Entwicklung an Hand von 300 verschiedenen Modellen miterlebt.

1996 werden der KBM-Betrieb Neuwied und der spätere KBM-Betrieb Autohaus Collée in Limburg zum ersten Mal mit dem Prädikat „Service mit Stern“ ausgezeichnet.

Im Oktober 1998 wird auf dem Gelände des Neuwieder Betriebs in Zusammenarbeit mit der MCC smart GmbH das smart-center Mittelrhein eröffnet.

Im Januar 1999 übernimmt KBM das Autohaus Collée, Mercedes-Benz-Vertreter der Daimler Chrysler AG, in Limburg. Im gleichen Jahr feiert KBM sein 75 jähriges Firmenjubiläum.

Heute.

Im April 2000 kauft KBM das Autohaus Buchholz, die Vertragswerkstatt der Daimler Chrysler AG in Weilburg. Grund für die Übernahme ist die Neuausrichtung des Vertriebs- und Servicenetzes von Mercedes-Benz. Die Neuausrichtung bietet den Weilburger Kunden den Vorteil einer umfangreichen Vorführ- Fahrzeugflotte und der umfassenden Betreuung im Neu- und Gebrauchtfahrzeugbereich durch die KBM-Gruppe. Der Kunde kann das komplette Service- und Dienstleistungsangebot nutzen. Alle Arbeitsplätze bleiben einschließlich der damit verbundenen Sozialleistungen erhalten.

Besonders verpflichtet fühlt sich KBM der Ausbildung des Nachwuchses. Heute erhalten über 70 Jugendlichen eine Ausbildung in den verschiedensten gewerblichen und kaufmännischen Berufen.

Im August 2001 übernimmt die KBM-Firmengruppe die Zech Automobilgesellschaft mbH, die Mercedes-Benz-Vertragswerkstatt der DaimlerChrysler AG in Westerburg. Berthold Zech, Inhaber der Mercedes-Benz-Vertragswerkstatt wollte sichergehen, dass alle Arbeitsplätze erhalten bleiben. Wegen fehlender Nachfolge übergibt Zech sein Autohaus an die KBM-Gruppe, die ihm zusichert alle Mitarbeiter zu übernehmen. Die Kunden der Zech Automobilgesellschaft mbH können durch die Übernahme auf ein noch größeres Service- und Dienstleistungsangebot zurückgreifen. Die Hauptvorteile für die Kunden liegen in einem umfassenden Angebot rund um die Mobilität. Umfangreiche Dienstleistungs- und Verkaufsangebote durch eine stark erweiterte gemeinsame Flotte von Vorführfahrzeugen sowie Jahres- und Gebrauchtwagen, stehen dem Kunden seitdem zur Verfügung.

2009: Neubau einer Lkw-Werkstatt in Weilburg

2012: Neubau der kompletten Serviceannahme in Neuwied

2014: KBM feiert sein 90 jähriges Bestehen.